Festliche Winterstimmung auf Mallorca

Traditionelle Feiern und eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten

Dezember 2018. Palma in der Vorweihnachtszeit ist ein lohnenswertes Reiseziel. Gerade in den Wintermonaten, abseits der Hauptsaison, finden auf Mallorca zahlreiche traditionelle Feste und Ausstellungen statt. Die festlich geschmückten Straßen laden zum Flanieren oder Weihnachts-Shopping ein und die alljährlich stattfindenden historischen Krippenausstellungen stimmen ihre Besucher auf das nahende Weihnachtsfest ein. Ein Besuch auf einem der Weihnachtsmärkte rundet den vorweihnachtlichen Besuch in Palma ab.

Krippen – Jesu Geburt

Dieser Brauch, der in Spanien bis in das 18. Jahrhundert zurückgeht, ist eine wichtige Tradition auf der ganzen Insel. In Palma können Besucher einige der ältesten und kunstvollsten Krippen bestaunen. Z.B. im beliebten „Santa Catalina“ Markt oder im „Misericordia Cultural Center“, welches das „Betlem Mallorquí“ mit eindrucksvollen Details zur schau stellt. In der Kirche „Iglesia de la Sang“ können sich Besucher eine Krippe aus dem Jahr 1480 ansehen. Das „March Foundation Museum“ bietet eine reich verzierte Krippenszene italienischen Ursprungs, „Belén Napolitano“, mit 2.000 handgefertigten Teilen aus dem 18. Jahrhundert. In Palmas Rathaus spiegelt die Krippe das Leben auf der Insel wider und alle Figuren sind handgefertigt.

Im „Caputxines-Kloster“ wird während der Weihnachtszeit ein großer „Belen“ mit 200 Figuren gezeigt, von denen einige aus dem 17. Jahrhundert stammen und hauptsächlich von Nonnen handgefertigt wurden. Mehr Informationen: www.infomallorca.net oder www.palmamallorca.es

  1. Dezember – Heiligabend – „Noche Buena“

In Spanien wird Weihnachten in der Nacht zum 24. zelebriert. Auf der ganzen Insel feiern die Kirchen, einschließlich der prächtigen Kathedrale von Palma, eine Mitternachtsmesse. Hierbei singt ein Kind, das ein Schwert trägt, das „Lied der Sibylle“ welches auf eine mittelalterliche Tradition zurückgeht und von der UNESCO für ihr Kulturerbe anerkannt wurde.

  1. Dezember – Silvester – „Noche Vieja“

Traditionell feiert man in Spanien den Jahreswechsel auf der Straße. Kurz vor Mitternacht gehen die Menschen auf die Straße, um das neue Jahr zu begrüßen. Zahlreiche Bands spielen vor dem örtlichen Rathaus und läutende Glocken verabschieden das alte Jahr. Während mit „Cava“ (Sekt) angestoßen wird, ist es spanischer Brauch insgesamt 12 Trauben zu den 12 letzten Glockenschlägen vor Mitternacht zu essen.

  1. Januar – Heilige Drei Könige – „Los Reyes“

Dieser nationale Feiertag wird in jedem Dorf und in jeder Stadt gefeiert, die aufwendigste Parade findet jedoch in Palma statt. Dort kommen die Heiligen Drei Könige mit dem Boot an und ziehen anschließend auf einem prunkvollen Wagen stundenlang durch die Stadt und verteilen Süßigkeiten und Geschenke an die Kinder in der Menge.

  1. Januar – Der Heilige Antonius

Dieses Fest ist besonders in den ländlichen Regionen wichtig, da der heilige Antonius der Schutzpatron der Tiere ist. Traditionell gehen die Menschen der örtlichen Gemeinde mit ihren Tieren in die Kirche, damit sie vom Priester gesegnet werden können. Es gibt auch heidnische Elemente zu dieser Feier mit „dimonis“ (Teufeln) und Feuerwerken auf den Straßen, um die bösen Geister abzuwehren. Auf der Straße gibt es große Lagerfeuer und Grillmöglichkeiten, auf denen die Einheimischen ihre eigenes erzeugten Würste wie Butifaron (große Schweinswurst) grillen. Außerdem wird traditioneller Spinat „Coca“ und „Sobrassada“ (mallorquinische Schweinefleischpastete) mit Bauernbrot und viel lokalem Rotwein verzehrt.

  1. Januar – St. Sebastian

Als Schutzpatron von Palma feiert die gesamte Stadt dieses beeindruckende Musik-Event, welches von Jahr zu Jahr populärer wird. Auf zahlreichen Plätzen der Stadt werden am 19. Januar verschiedene Arten von Livemusik dargeboten. Lagerfeuer und BBQs werden in der ganzen Stadt aufgestellt und charakteristisch ist, das Grillen der eigens mitgebrachten Würstchen, Koteletts o. ä.,  während Besucher die Life- Bands genießen. In der Nacht des 20. Januar wird ein üppiges und lautes Feuerwerk von traditionellen „Dimonis“ (Teufeln) gezeigt, die unter Trommeln und Pfeifen durch die Straßen der Stadt ziehen, während sie Feuerwerkskörper zünden und so die bösen Geister vertreiben.